Praxis für Psychotherapie
Tanja Harrer


Informationen zur Hynose

Was ist Hynose?
Hypnose ist eine sehr alte in vielen Kulturen angewandte Heilmethode. Die Hypnose als moderne in Psychotherapie und Medizin angewandte Therapieform ist in ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich gut untersucht und sei März 2006 wissenschaftlich anerkannt. In der Hypnose wird über die Einleitung einer Trance Zugang zu unterbewussten Ressourcen gefunden. Dabei wird das im Patienten vorhandene Reservoir an positiven Erfahrungsmöglichkeiten und eigenen Stärken mit hypnotischen Techniken aktiviert und zur Bewältigung körperlicher/psychischer Probleme genutzt. Der Patient steuert dabei mit seinem unbewussten Wissen über die Lösung der Problematik den therapeutischen Prozess. Der hypnotische Bewusstseinszustand ähnelt den physiologischen Vorgängen die während einer tiefen Entspannung oder Meditation erlebt werden können. Patienten beschreiben diesen Bewusstseinszustand „wie kurz vor dem Einschlafen“, wenn die Umwelt zurücktritt, der Körper zur Ruhe kommt und man eher in spontan auftretenden Bildern denkt.


Bei welchen Problemen und Symptomen hilft Hypnose?
Hypnose ist bei vielen verschiedenen Krankheitsbildern eine nachgewiesen wirkungsvolle Heilmethode. Sie wird bei sämtlichen Krankheitsbildern angewendet, für die Psychotherapie indiziert ist. Wenn Hypnose in der Psychotherapie eingesetzt wird, dann spricht mach auch von Hypnotherapie.

Indikationen für Hypnose sind beispielsweise

- Depressionen
- Ängste
- Zwänge
- posttraumatische Störungen
- Essstörungen v.a. Bulimie
- Süchte und Abhängigkeiten (z.B. Tabakentwöhnung)
- Aufmerksamkeits-/Verhaltensstörungen und Hyperkinesien bei Kindern

Kontraindiziert ist der Einsatz bei Psychosen.

Im Bereich der Psychosomatik wird Hypnose erfolgreich eingesetzt bei:

- Schmerzen
- Magen-Darm-Erkrankungen
- Hauterkrankungen (Neurodermitits)
- Erkrankungen der Atemwege (Asthma bronchiale)
- Reduktion von Ängsten und Schmerzen in der Krebsbehandlung
- Ungewollter Kinderlosigkeit
- Tinnitus

Insgesamt wirkt Hypnose bei allen stressbedingten Problemen und Erkrankungen, weil sie in der Lage ist, physiologische Stressreaktionen zu beeinflussen.

Eingesetzt wird Hypnose auch in der Zahnheilkunde zur Schmerzbewältigung und bei der Geburtsvorbereitung.

Wissenschaftliche Belege zur Wirksamkeit von Hypnotherapie
Insgesamt wurden bislang rund 170 internationale Veröffentlichungen wissenschaftlich fundierter Studien zur Wirksamkeit der Hypnotherapie gefunden. Deutlich ist das breite Anwendungsspektrum von Hypnose, das von der vielfältigen Nutzung im psychotherapeutischen Bereich bis zur Unterstützung medizinischer Maßnahmen reicht. Hypnose kann auch wirksam zur Raucherentwöhnung und zur Reduktion von Übergewicht eingesetzt werden. Sehr gut belegt ist die Wirksamkeit von Hypnotherapie bei psychosomatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Migräne und anderen chronischen Schmerzen aber auch bei Reizdarm (Colon irritabile), Bluthochdruck, Asthma und Neurodermitis. Ebenfalls gut belegt sind die Behandlung von Angststörungen wie z.B. Schlangenphobie oder Prüfungsangst. Das trifft auch auf Schlafstörungen und nicht-organischen sexuellen Funktionsstörungen. Bemerkenswert ist das Spektrum zur Anwendung der Hypnose im medizinischen Bereich: Anästhesie und Entspannung bei chirurgischen Eingriffen und bei radiologischen Untersuchungen, Unterstützung des Heilungsprozesses und der Befindlichkeit nach chirurgischen Eingriffen, Verlängerung der Überlebenszeit bei Krebs, Reduktion von Übelkeit, Erbrechen und anderen Nebenwirkungen bei Chemotherapie, Schmerzen bei Krebserkrankung, Geburtsvorbereitung und Schmerzen vor und bei der Geburt, Beschleunigung des Heilungsprozesses bei Verbrennungen und Knochenbrüchen, Behandlung von Warzen, Tinnitus und anderer spezieller Krankheitsbilder und schließlich die Anwendung von Hypnose beim Zahnarzt. Über alle Anwendungsbereiche hinweg liegt die Erfolgsquote von Hypnotherapie im Mittel bei rund 70%. Damit ist Hypnotherapie anderen gebräuchlichen Psychotherapieverfahren mindestens ebenbürtig. In mehreren Studien zeigte sich die Vereinbarkeit von Hypnotherapie mit anderen Therapierichtungen. Hypnose ist zusammen mit Verhaltenstherapie wesentlich wirksamer als Verhaltenstherapie allein. Hypnotherapie kann mit Tiefenpsychologischer Therapie zur Hypnoanalyse, mit Gesprächstherapie oder mit Systemischer Therapie kombiniert werden.

Bühnenhypnose
Das öffentliche Bild der Hypnose wird durch Bühnenhypnosen geprägt, bei welcher der Hypnotisierte wie ein Roboter Befehle eines Hypnotiseurs ausführt. Bühnenhypnose haben nichts mir der als therapeutisches Verfahren eingesetzten Hypnose zu tun, sondern sind Zaubertricks, mit denen der Bühnenhypnotiseur sein Publikum unterhalten will.

Ist Hypnose gefährlich?
Hypnose ist nicht gefährlich. Es trifft nicht zu, dass man während der Hypnose seinen Willen verliert, noch Dinge über sich erzählt, von denen man nach dem Aufwachen nicht mehr weiß, noch dass die Gefahr besteht, aus der Hypnose nicht mehr zu erwachen.

Wer ist hypnotisierbar?
Die Hypnosefähigkeit entspricht wie andere Parameter, z.B. Intelligenz, Körpergroße der Gaußschen Normalverteilung. Die meisten können Hypnose in einer mittleren Hypnosetiefe erfahren. Nur wenige können Hypnose gar nicht erfahren und ebenso so wenige können Hypnose in besonders hohem Maße erfahren.


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